Tag-Archiv | Hilfe für Obdachlose

GIVING TUESDAY – Ein Tag des Gebens

Heute ist Giving Tuesday, der Tag des Gebens.

Wir möchten dies zum Anlass nehmen, nicht nur dazu aufzurufen, sich zu engagieren und zu helfen, wo Unterstützung dringend von Nöten ist. Wir möchten in erster Linie bei all` den Herzensmenschen DANKE sagen, die uns die ganzen Jahre lang so wunderbar begleitet haben. Bis zur Vereinsgründung waren wir „nur“ eine privat engagierte Familie, die versuchte, ein wenig zu helfen. Von der Begleitung einzelner Familien, bis hin zu unserem ersten Projekt, verging gar nicht so viel Zeit und auf einmal waren wir mitten drin. Manche Entwicklungen kann man gar nicht mehr so richtig nachverfolgen, sie ergaben sich plötzlich aus nur einer einzigen Handlung heraus. Unser Schultütenprojekt für kleine Kiezbewohner begann mit ca. 15 Kindern. Inzwischen erhalten über 120 Einschulungskinder allein aus Neukölln komplette Beginner-Pakete von uns und müssen nicht mehr ohne Schultüte ihren einzigartigen Tag beschreiten.

Unterstützung erhielten wir in den inzwischen 7 Jahren z.B. vom QM Schillerpromenade über das Förderprogramm Soziale Stadt, von der Stadt und Land, der Aktion Hilfe für Kinder, dem Deutschen Kinderhilfswerk, der Stiftung Mitarbeit, dem Quartiermeister, der Helden e.V., der Stiftung Town & Country, dem Künstler Rob van der Nol und vielen tollen Privatspendern.

Die BKK VBU verlieh uns für dieses Projekt das Familienherz verbunden mit einem Förderbetrag, stellte Mitarbeiter für`s Kinderschminken und bespaßte die Kids, um ihnen die Wartezeit zu versüßen.

All`die Jahre begleitete uns die Familie Viehweg. Jedes Jahr kauften sie sämtliche Schulmaterialien auf und brachten stets mehrere Kartons bei uns vorbei. Ein wirklich unglaubliches Engagement.

Aus 1 Projekt entstand das Zweite. Vorweihnachtliche Überraschungspakete für bedürftige Kinder gibt es inzwischen auch schon 5 Jahre und es ist nötiger denn je. 2 Tage nach Bewerbungsbeginn erhielten wir schon 200 Anfragen für unsere Feier. Das zeigt, wie sehr diese Kinder unsere Unterstützung benötigen.

Auch hier unterstützte uns die BKK VBU mit einem Förderbetrag. Wir bekamen vor 2 Tagen unsere zweite Urkunde mit einem tollen Blumenstrauß. Mitglieder des e.V.`s durften erneut miterleben, wie sehr sich Kinder freuen können und wie viel uns diese Projekte bedeuten. In der Vergangenheit unterstützten uns auch P & G mit dem Projekt Familienchancen und sorgte im letzten Jahr dafür, dass wir die doppelte Anzahl Kinder einladen konnten. Der Penny Förderkorb half ebenfalls mit einem Förderbetrag, die Hausverwaltung Schön & Sever, wie auch aktuell die Tierarztpraxis Martina Roßmann, viele liebe Menschen aus unserer Schillerkiez-Nachbarschaft und hunderte Einzelpersonen, die ich leider nicht alle namentlich benennen kann.

Ein ganz großer Gewinn ist seit ein paar Monaten Ralph Point. Ein wunderbarer Menschen, der selbst bis vor kurzem die Schattenseite des Lebens kannte und sich selbständig aus der Misere ziehen konnte. Er hilft JEDEM, der es irgendwie nicht alleine schafft. Wir freuen uns von Herzen, viele weitere Projekte mit ihm auf die Beine zu stellen.

Nicht zu vergessen ist der Nachbarschaftstreff im Schillerkiez, der uns zu jeder Zeit seine Räume zur Verfügung stellt und bei jeder Veranstaltung mit anpackt. Elif und Beate sind die beiden Menschen, die den Treff am Laufen halten und unermüdlich für andere da sind. 1000 Dank an Euch, Ihr seid unersetzlich.

Ganz besonders freuen wir uns auch, dass Igor Fayler von den Grünen regelmäßig unsere Veranstaltungen besucht. Ein unglaublich sympathischer Mensch mit dem wir stets tolle Gespräche führen. Es ist jedes Mal eine Bereicherung.

Von der erster Stunde an war mein Mann an meiner Seite, der mich unterstützte wo es ging und selbst Feuer und Flamme ist, wenn es um die Unterstützung Bedürftiger geht. Als Sozialarbeiter kümmert er sich auch außerhalb des Jobs um deren Probleme und tut, was er kann, um zu helfen. Besonders stolz bin ich, dass auch mein Sohn mit seiner Freundin bei fast jedem Projekt dabei ist und „seiner Mama“ viel Arbeit abnimmt. Wir alle kennen beide Seiten der Medaille und wissen ganz genau, wie schwierig es sein kann, im Leben zu bestehen. 

Gemeinsame Hilfe für Berliner Obdachlose

***Eigenwerbung (Achtung! Markennamen sichtbar.)***

Der Winter war diesmal nicht so lang und kalt wie sonst, dennoch für Obdachlose genauso furchtbar und lebensbedrohlich wie immer. Wir spüren die Kälte nur, wenn wir auf dem Weg zur Arbeit sind, einkaufen gehen oder andere Wege erledigen. Anschließend geht`s ab in die kuschelig warme Wohnung. Wir drehen die Heizung bis zum Anschlag auf, nehmen ein heißes Bad und wickeln uns anschließend in eine Decke ein. Bei heißem Kakao oder Tee machen wir es uns gemütlich und lassen den Winter draußen.

Von diesen Optionen können Obdachlose nur träumen, während sie, wenn es gut läuft, in ihrem Schlafsack in irgendeiner Ecke der Straße versuchen, ein paar Minuten Ruhe zu finden. Wir sind das ganze Jahr unterwegs und verteilen Kleidung, Hygieneartikel und Lebensmittel an Betroffene, um ihnen nicht nur lebenswichtige Dinge zukommen zu lassen, sondern ihnen das Gefühl zu geben, wahrgenommen zu werden.

Als der Winter langsam anklopfte, begannen wir Schals, Mützen und Handschuhe zu verteilen. Unsere Manpower konnte aber nur Nord-Neukölln abdecken, daher suchten wir uns Hilfe. Diese fanden wir bei Sabine Bernhard, einer tollen Frau, die sich ebenfalls unermüdlich für Obdachlose engagiert. Wir übergaben ihr 10 große Taschen mit Schals, Hygienebags und Hundefutter, die sie gemeinsam mit weiteren Helfern berlinweit verteilte. Ein großes Dankeschön an Euch. Alleine hätten wir nicht so schnell so vielen Menschen helfen können!!!


Survival-Bags für Berliner Obdachlose

Auch, wenn der Winter in 1-2 Monaten (hoffentlich) überstanden ist, brauchen obdachlose Menschen weiterhin unsere Unterstützung. Unabhängig von der Jahreszeit möchten wir „Survival-Bags“ mit dem Nötigsten bestücken und diese an Obdachlose verteilen.

Eine Tasche/ein Rucksack beinhaltet: Isomatte, Decke, Pflaster/Verbandsmaterial, Rasierzeug, feuchtes Toilettenpapier, Taschentücher, Deo, Duschgel, Handcreme, Waschlappen, Gästehandtuch, Feuerzeug, Wasserflasche, Socken, Unterwäsche, Kekse/Schokolade/Traubenzucker und Hundefutter für die, die einen Vierbeiner an ihrer Seite haben. Im Winter kommen dann noch Mütze, Schal und Handschuhe dazu.

Wunschbäumchen-Servival Bag Obdachlose

Wir werden dann durch die Straßen gehen und die Bags direkt an Einzelne verteilen. Neben unserer Visitenkarte werden ein kleiner Notizblock mit Stift und Kontaktadressen der wichtigsten Hilfsangebote enthalten sein. Einige Obdachlose besitzen ein Handy. Darüber möchten wir mit ihnen in Verbindung bleiben. So können sie jeder Zeit ihren Bedarf anmelden und wir sorgen regelmäßig für die Aufstockung ihrer Bags.

Noch sind wir mit allem ganz am Anfang, daher sind wir dringend auf Spenden angewiesen. Momentan dürfen es nur Sachspenden sein, nach Erhalt der Gemeinnützigkeit nehmen wir gerne auch Geldspenden entgegen. Toll wäre es, wenn wir diese Dinge zugeschickt oder gebracht bekommen. Aber auch die Abholung ist möglich (Neukölln, Schöneberg).

 

Text und Fotos: Daniela Lungwitz-Mohamad

Helft Obdachlosen über den Winter

Die Zahl wohnungs- und obdachloser Menschen steigt stetig. Alleine in Berlin verbringen ca. 7000 Obdachlose die kalten Nächte auf der Straße. Wer „Glück“ hat, sitzt auf Pappe oder nennt eine Wolldecke sein Heiligtum. Viele liegen auf dem kargen Boden. Krankheiten oder sogar Todesfälle sind da vorprogrammiert. Besonders im Winter sind diese Zustände unzumutbar.

Sogenannte Kältebahnhöfe, wie Schillingstraße und Südstern, werden in den Nächten ab November von Sonntag bis Donnerstag offen gehalten. Hier können sich die Menschen wenigstens ein bisschen aufwärmen. Berliner Kältehilfen bieten knapp 750 Schlafplätze an, die nahezu täglich „ausgebucht“ sind. Hinzu kommen ca. 600 Notschlafplätze. Bei einer Gesamtzahl von 7000 Obdachlosen leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Wir unterstützen diese Menschen so gut wir können. Kleidung spenden gehört genauso dazu, wie Tee, Kaffee, Obst/Gemüse. Viele Dinge werden von uns gesammelt und in Obdachloseneinrichtungen gebracht. Einzelne Kleidungsstücke oder Decken verteilen wir persönlich an Obdachlose, denen wir auf den Straßen begegnen.

Morgen gehen z.B. 7 große blaue Tüten mit warmer Kleidung an die DRK. Letzten Monat konnte die Tee-und Wärmestube in Neukölln mit 1 Kiste Tee und 1 Karton Mützen, Handschuhe und Schals den Bestand ihrer Einrichtung aufstocken.

Liebe Berliner, schaut doch mal in Eure Schränke. Sicher findet sich da das ein oder andere Kleidungsstück, was Ihr entbehren könnt. Bringt es bitte in die nächstgelegene Obdachloseneinrichtung. Ganz wichtig sind warme Unterwäsche und Socken, Pullover, Jacken, Schuhe, aber auch Decken, Isomatten und Schlafsäcke.

Gerne nehmen auch wir Sachspenden entgegen, um sie an Obdachlose zu verteilen. Der chronische Platzmangel verhindert zwar momentan die Annahme von Kleiderspenden, aber Dinge des täglichen Bedarfs sind weiterhin möglich zu lagern. Dazu gehören Tee, Kaffee, lösliche Brühe, Deos, Duschgele, Rasierzeug, Hygieneartikel, Handcremes, Pflaster, Feuerzeuge, Verbandsmaterial, Reisetaschen, Isomatten, Schlafsäcke, Gebäck, aber auch Tierfutter für ihre vierbeinigen Freunde.

Neben Sachspenden freuen wir uns natürlich auch über Geldspenden. Diese dürfen wir momentan leider noch nicht annehmen, bis wir die Genehmigung vom Finanzamt in den Händen halten. Schätzungsweise wird dies Ende Februar der Fall sein. (einfach bei uns anfragen)

Wir danken schon jetzt für Eure Unterstützung.

 

 

Text: Daniela Lungwitz-Mohamad